Am besten ist eine angemessene Größe. Wie so oft im Leben ist ein Zuviel oder Zuwenig von Übel. Auch in diesem Fall gibt es zwei Trends, die in verschiedene Richtungen weisen. Eine offene Batterie kann einiges aushalten, da man jederzeit Wasser nachfüllen kann. Andererseits verträgt eine Reinblei-AGM-Batterie einen extrem hohen Ladestrom. Alte Wahrheiten werden teilweise revidiert, aber nur teilweise. Moderne Ladegeräte mit besserer Kontrolle und sauberem Gleichstrom erweitern auch den zulässigen Anwendungsbereich.
Eine alte Faustregel empfiehlt zur Berechnung der geeigneten Größe eines Ladegeräts, die Leistung der Batterie mit 0,1 zu multiplizieren. Man erhält dann den empfohlenen Strom in Ampère. Ein modernes CTEK-Ladegerät erlaubt allerdings ein viel stärkeres Laden, da der Strom sehr sauber ist und die Spannung gut überwacht wird. Mit einem Strom zu laden, der viermal so hoch ist wie er nach der alten Faustregel sein sollte, ist mit einem CTEK-Ladegerät normalerweise unproblematisch.
Ein zu kleines Ladegerät ist natürlich mit einer langen Ladezeit verbunden. Manchmal ist das unpraktisch. Eine Bodenpflegemaschine oder ein Rollstuhl haben bis zum nächsten Einsatz vielleicht nur acht Stunden Ruhezeit, und der Benutzer möchte dann über Batterien mit voller Kapazität verfügen. Andererseits ist der Zeitraum, in dem die Batterie volle Spannung hat, bei einem kleinen Ladegerät kürzer als bei einem großen. Das klingt paradox und um es zu verstehen, muss man die Ladekurve etwas näher betrachten.
Das kleine Ladegerät braucht bis zur vollen Spannung 13,5 Stunden und hat dann eine Ladung von knapp neunzig Prozent bewirkt. Bis zur vollen Ladung dauert es dann aber nur noch 5 Stunden. Das große Ladegerät erreicht die volle Spannung nach sechs Stunden, hat dann aber „nur“ 80% der Leistung bewirkt und braucht dann bis zur vollen Ladung weitere sechs Stunden. Wenn die Batterie nur zu 10% entladen ist, ist das kleine Ladegerät ebenso schnell wie ein doppelt so großes Gerät, da der Strom durch die Batterie begrenzt wird.
Ein zu großes Ladegerät ist aus zwei Gründen ungünstig. Zum einen nimmt die Erwärmung der Batterie zu, was nicht gut ist. Hier wirkt sich das Rauschen des Ladegeräts aus, d. h. die Unsauberkeit des Stroms. Ein Ladegerät mit starkem Rauschen, typisch für die meisten linearen Ladegeräte, erwärmt die Batterie stärker und dann muss der Strom niedrig gehalten werden. Ein modernes primär geschaltetes Ladegerät hat einen so niedrigen Rauschwert, dass es für erstaunlich kleine Batterien verwendet werden kann. Beim Einsatz eines CTEK MULTI XS 3600 mit 0,8A Ladestrom stieg die Temperatur einer 1,2Ah-Batterie nur um 2 Grad an. Ein maximaler Temperaturanstieg von drei Grad wird als normal angesehen, weshalb CTEK-Ladegeräte ein sehr großes Spektrum abdecken. Man kann natürlich schätzen, wie sich ein hoher Rauschwert auf die Erwärmung der Batterie auswirkt. Gemäß einer einfachen Faustregel führt ein traditionelles lineares Ladegerät mit einem Stromrauschwert von 400% zu einer Erwärmung, die viermal so hoch ist wie bei einem modernen Ladegerät mit der von CTEK verwendeten Technik.